M2 - "Sabbāsava Sutta" - Alle Triebe - Anhang IV

ANHANG VI

Gleichnisse

A III, 102: „Es gibt, ihr Mönche, grobe Unreinheiten des Goldes, als wie mit Erde vermengter Sand und steiniger Kies. Der Goldwäscher oder Goldwäschergehilfe schüttet nun das Gold in eine Wanne, säubert es, reinigt es gründlich, wäscht es. Wenn nun diese Unreinheiten geschwunden und entfernt sind, so bleiben noch mittlere Unreinheiten übrig, als wie feiner Kies und grober Sand. Und der Goldwäscher oder Goldwäschergehilfe säubert eben jenes Gold, reinigt es gründlich, wäscht es. Wenn nun diese Unreinheiten geschwunden und entfernt sind, so bleiben noch kleine Unreinheiten übrig, als wie feiner Sand und schwarzer Staub. Und der Goldwäscher oder Goldwäschergehilfe säubert eben jenes Gold, reinigt es gründlich, wäscht es. Wenn nun diese Unreinheiten geschwunden und entfernt sind, so bleibt nur noch der Goldstaub übrig. Diesen schüttet der Goldschmied oder Goldschmiedegehilfe in einen Schmelztiegel, schmilzt ihn darin, schmilzt ihn zusammen, [doch] schmilzt ihn [noch nicht] gründlich ein. Jenes Gold ist nun wohl geschmolzen, zusammengeschmolzen, doch es ist noch nicht gründlich eingeschmolzen, [seine Mängel] sind noch nicht ganz beseitigt, die Schlacken noch nicht gänzlich ausgeschieden; es ist noch nicht geschmeidig und formbar, ist ohne Glanz, spröde und eignet sich noch nicht recht zur Verarbeitung.
Es kommt jedoch die Zeit, wo der Goldschmied oder Goldschmiedegehilfe jenes Gold [nochmals] schmilzt, zusammenschmilzt, es gründlich einschmilzt. Dann ist jenes Gold geschmolzen, zusammengeschmolzen, gründlich eingeschmolzen; [seine Mängel] sind nun beseitigt, die Schlacken ausgeschieden, es ist geschmeidig und formbar, glänzend, nicht spröde und gut zur Verarbeitung geeignet. Welche Schmuckstücke auch immer man daraus herzustellen wünscht, sei es ein Stirnband, Ohrringe, Halsschmuck oder eine goldene Kette, diesen Zweck wird es erfüllen.
Ebenso nun auch, ihr Mönche, gibt es für den die hohe Geistigkeit pflegenden Mönch grobe Unreinheiten, wie den schlechten Wandel in Werken, Worten und Gedanken. Diese gibt der gedankenvolle, edelgeartete Mönch auf, entfernt sie, beseitigt sie, bringt sie zum Schwinden.
Sind aber diese aufgegeben und beseitigt, so bleiben für den die hohe Geistigkeit pflegenden Mönch noch die mittleren Unreinheiten übrig, wie sinnliche Gedanken, gehässige Gedanken und grausame Gedanken. Diese gibt der gedankenvolle, edelgeartete Mönch auf, entfernt sie, beseitigt sie, bringt sie zum Schwinden.
Sind aber diese aufgegeben und beseitigt, so bleiben für den die hohe Geistigkeit pflegenden Mönch noch die kleinen Unreinheiten übrig, wie Gedanken über seine Angehörige, über sein Land und der Gedanke, nicht mißachtet zu werden. Diese gibt der gedankenvolle, edelgeartete Mönch auf, entfernt sie, beseitigt sie, bringt sie zum Schwinden.
Sind aber diese aufgehoben und beseitigt, so bleiben noch Gedanken an geistige Vorgänge übrig. Dann aber ist die Geistessammlung weder friedlich noch erhaben, noch hat sie Ruhe und geistige Einheitlichkeit erreicht, sondern ist eine durch mühsame Unterdrückung aufrecht erhaltene Übung. Es kommt aber die Zeit, wo das Bewußtsein sich innerlich festigt, völlig beruhigt, einig wird und sich sammelt. Diese Geistessammlung aber ist friedlich, erhaben, voll Ruhe und Harmonie, ist keine durch mühsame Unterdrückung erzwungene Übung. Auf welchen durch höhere Geisteskräfte erreichbaren Zustand auch immer er nun seinen Geist richtet, um ihn durch diese höheren Geisteskräfte zu verwirklichen, so erreicht er dabei stets die Fähigkeit der Verwirklichung, wenn immer die Bedingungen erfüllt sind.“

A III, 103: „Der in hoher Geistigkeit sich übende Mönch sollte von Zeit zu Zeit drei Gegenständen (nimitt¤ni) seine Aufmerksamkeit schenken. Von Zeit zu Zeit sollte er der Geistessammlung (sam¤dhi-nimittam) seine Aufmerksamkeit schenken, von Zeit zu Zeit der Anstrengung (paggaha-nimittam) , von Zeit zu Zeit dem Gleichmut (upekkh¤-nimittam).
Sollte nämlich, ihr Mönche, der sich in hoher Geistigkeit übende Mönch ausschließlich der Geistessammlung seine Aufmerksamkeit schenken, so möchte es sein, daß sein Geist zur Schlaffheit neigt. Sollte er ausschließlich der Anstrengung seine Aufmerksamkeit widmen, so möchte es sein, daß sein Geist zur Unruhe neigt. Sollte er ausschließlich dem Gleichmut seine Aufmerksamkeit widmen, so möchte es sein, daß sich der Geist nicht recht auf sein Ziel der Triebversiegung sammelt. Schenkt jedoch der sich in hoher Geistigkeit übende Mönch zeitweise der Geistessammlung seine Aufmerksamkeit, zeitweise der Anstrengung und zeitweise dem Gleichmut, so wird sein Geist geschmeidig werden, formbar, strahlend, nicht spröde und wird sich gut sammeln auf sein Ziel der Triebversiegung.
Es ist, ihr Mönche, wie wenn ein Goldschmied oder Goldschmiedsgehilfe den Brennofen herrichtet, in seiner Öffnung das Feuer anfacht, mit einer Zange das Gold packt, es in die Glut hält und es dann von Zeit zu Zeit glüht, von Zeit zu Zeit mit Wasser besprengt, von Zeit zu Zeit prüft. Sollte aber der Goldschmied oder Goldschmiedsgehilfe das Gold ausschließlich glühen, so möchte es sein, daß das Gold verbrennt. Sollte er es ausschließlich mit Wasser besprengen, so möchte das Gold erkalten. Sollte er es ausschließlich prüfen, so möchte es sein, daß das Gold nicht die rechte Vollkommenheit erhält. Wenn aber der Goldschmied oder Goldschmiedsgehilfe das Gold zeitweise glüht, zeitweise mit Wasser besprengt und zeitweise prüft, so wird jenes Gold geschmeidig werden, formbar, glänzend, nicht spröde und sich gut zum Verarbeiten eignen. Welche Schmuckstücke auch immer man daraus herzustellen wünscht, sei es ein Stirnband, Ohrringe, Halsschmuck oder eine goldene Kette, diesen Zweck wird es erfüllen.“

M 5: „Freund, wenn jemand mit einem Makel nicht der Wirklichkeit entsprechend versteht: „Ich habe einen Makel in mir“, dann ist zu erwarten, daß er keinen Eifer aufbringen wird, keine Anstrengung unternehmen und keine Energie einsetzen wird, um diesen Makel zu überwinden, und daß er mit Begierde, Haß und Verblendung sterben wird, mit einem Makel, mit beflecktem Geist. Angenommen, man brächte ein mit Schmutz und Flecken bedecktes Bronzegefäß aus einem Laden oder einer Schmiede mit, und die Eigentümer benutzten es nicht und ließen es auch nicht reinigen, sondern stellten es in eine staubige Ecke. Würde so das Bronzegefäß später nicht noch schmutziger und fleckiger werden?!“
„Ja, Freund.“
„Ebenso ist es, Freund, wenn jemand mit einem Makel nicht der Wirklichkeit entsprechend versteht: 'Ich habe einen Makel in mir', dann ist zu erwarten, daß er keinen Eifer aufbringen wird, keine Anstrengung unternehmen und keine Energie einsetzen wird, um diesen Makel zu überwinden, und daß er mit Begierde, Haß und Verblendung sterben wird, mit einem Makel, mit beflecktem Geist.
Wenn aber jemand mit einem Makel der Wirklichkeit entsprechend versteht: „Ich habe einen Makel in mir“, dann ist zu erwarten, daß er Eifer aufbringen wird, Anstrengung unternehmen und Energie einsetzen wird, um diesen Makel zu überwinden, und daß er ohne Begierde, Haß und Verblendung sterben wird, ohne Makel, mit unbeflecktem Geist. Angenommen, man brächte ein mit Schmutz und Flecken bedecktes Bronzegefäß aus einem Laden oder einer Schmiede mit, und die Eigentümer ließen es reinigen und stellten es nicht in eine staubige Ecke. Würde so das Bronzegefäß später nicht sauberer und glänzender werden?“
„Ja, Freund.“
„Ebenso ist es, Freund, wenn jemand mit einem Makel der Wirklichkeit entsprechend versteht: „Ich habe einen Makel in mir“, dann ist zu erwarten, daß er Eifer aufbringen wird, Anstrengung unternehmen und Energie einsetzen wird, um diesen Makel zu überwinden, und daß er ohne Begierde, Haß und Verblendung sterben wird, ohne Makel, mit unbeflecktem Geist.
Freund, wenn jemand ohne Makel nicht der Wirklichkeit entsprechend versteht: „Ich habe keinen Makel in mir“, dann ist zu erwarten, daß er sich dem Merkmal des Schönen zuwenden wird, daß dadurch Begierde seinen Geist infizieren wird, und daß er mit Begierde, Haß und Verblendung sterben wird, mit einem Makel, mit beflecktem Geist. Angenommen, man brächte ein sauberes und glänzendes Bronzegefäß aus einem Laden oder einer Schmiede mit, und die Eigentümer benutzten es nicht und ließen es auch nicht reinigen, sondern stellten es in eine staubige Ecke. Würde so das Bronzegefäß später nicht schmutziger und fleckiger werden?“
„Ja, Freund.“
„Ebenso ist es, Freund, wenn jemand ohne Makel nicht der Wirklichkeit entsprechend versteht: „Ich habe keinen Makel in mir“, dann ist zu erwarten, daß er sich dem Merkmal des Schönen zuwenden wird, daß dadurch Begierde seinen Geist infizieren wird, und daß er mit Begierde, Haß und Verblendung sterben wird, mit einem Makel, mit beflecktem Geist.
Wenn aber jemand ohne Makel der Wirklichkeit entsprechend versteht: „Ich habe keinen Makel in mir“, dann ist zu erwarten, daß er sich dem Merkmal des Schönen nicht zuwenden wird, daß dadurch Begierde seinen Geist nicht infizieren wird, und daß er ohne Begierde, Haß und Verblendung sterben wird, ohne Makel, mit unbeflecktem Geist. Angenommen, man brächte ein sauberes und glänzendes Bronzegefäß aus einem Laden oder einer Schmiede mit, und die Eigentümer benutzten es, ließen es reinigen und stellten es nicht in eine staubige Ecke. Würde so das Bronzegefäß später nicht noch sauberer und glänzender werden?“
„Ja, Freund.“
„Ebenso ist es, Freund, wenn jemand ohne Makel der Wirklichkeit entsprechend versteht: „Ich habe keinen Makel in mir“, dann ist zu erwarten, daß er sich dem Merkmal des Schönen nicht zuwenden wird, daß dadurch Begierde seinen Geist nicht infizieren wird, und daß er ohne Begierde, Haß und Verblendung sterben wird, ohne Makel, mit unbeflecktem Geist.
Dies ist die Ursache und der Grund dafür, daß von diesen beiden Personen mit einem Makel, einer als der Geringere und einer als der Überlegene bezeichnet wird. Dies ist die Ursache und der Grund dafür, daß von diesen beiden Personen ohne Makel, einer als der Geringere und einer als der Überlegene bezeichnet wird.“

A VI, 63. „Es wurde gesagt, daß man die Sinnenlüste zu erkennen hat sowie ihre bedingte Entstehung, ihre Verschiedenartigkeit, ihr Ergebnis, ihre Aufhebung und den zu ihrer Aufhebung führenden Weg. Warum aber wurde das gesagt?
Folgende fünf Sinnendinge (k¤m¤-gun¤) gibt es:
die durch das Auge erkennbaren Formen,
die durch das Ohr erkennbaren Töne,
die durch die Nase erkennbaren Düfte,
die durch die Zunge erkennbaren Säfte,
die durch den Körper erkennbaren Körpereindrücke,
die erwünschten, erfreulichen, angenehmen, lieblichen, giererregenden, entzückenden.
Doch diese selber, ihr Mönche, sind keine 'Sinnenlüste' (k¤m¤); bloß 'Objekte der Sinnenlust' heißt man sie in der Zucht der Edlen.
Des Herzens Gier gilt als des Menschen Sinnenlust,
doch nicht die lieblichen Objekte dieser Welt.
Des Herzens Gier gilt als des Menschen Sinnenlust,
das Schöne in der Welt bleibt dabei stets sich gleich,
doch Weise wenden ihren Willen davon ab.“

M 54: „Haushälter, angenommen, ein Hund würde, von Hunger und Schwäche überwältigt, vor einer Metzgerei warten. Dann würde ein geschickter Metzger oder sein Gehilfe ein Skelett blutverschmierter fleischloser Knochen herausschneiden und es dem Hund zuwerfen. Was meinst du, Haushälter? Würde der Hund seinen Hunger und seine Schwäche loswerden, indem er so ein Skelett blutverschmierter fleischloser Knochen abnagte?“
„Nein, ehrwürdiger Herr. Warum ist das so? Weil jenes Skelett nur aus blutverschmierten fleischlosen Knochen besteht. Jener Hund würde schließlich nur Erschöpfung und Enttäuschung ernten.“
„Ebenso, Haushälter, erwägt ein edler Schüler: „Sinnesvergnügen sind vom Erhabenen mit einem Skelett verglichen worden; sie bringen viel Leid und Verzweiflung ein, wobei die Gefahr, die in ihnen steckt, groß ist.“ Nachdem er dies mit angemessener Weisheit der Wirklichkeit entsprechend gesehen hat, vermeidet er den Gleichmut, der auf Unterschiedlichkeit beruht, von Unterschiedlichkeit gestützt wird, und entfaltet den Gleichmut, der auf Einheit beruht, von Einheit gestützt wird, bei dem das Anhaften an die materiellen Dinge der Welt ganz und gar, ohne Rückstände, aufhört.
Haushälter, angenommen, ein Geier, eine Krähe oder ein Habicht ergriffe ein Stück Fleisch und flöge weg, und dann flögen andere Geier, Krähen und Habichte auf und pickten und krallten nach ihm. Was meinst du, Haushälter? Wenn jener Geier, jene Krähe oder jener Habicht jenes Stück Fleisch nicht schnell losließe, würde er sich deswegen nicht den Tod oder tödliches Leid zuziehen?“
„Ja, ehrwürdiger Herr.“
„Ebenso …
Haushälter, angenommen, ein Mann nähme eine lodernde Grasfackel und liefe damit gegen den Wind. Was meinst du, Haushälter? Wenn jener Mann jene lodernde Grasfackel nicht schnell losließe, würde jene lodernde Grasfackel nicht seine Hand oder seinen Arm oder einen anderen Teil seines Körpers verbrennen, so daß er sich deswegen den Tod oder tödliches Leid zuziehen würde?“
„Ja, ehrwürdiger Herr.“
„Ebenso …
Haushälter, angenommen, es gäbe eine Kohlengrube, tiefer als die Größe eines Mannes, voller glühender Kohlen ohne Flamme oder Rauch. Dann käme ein Mann, der leben und nicht sterben wollte, der Glück wollte und vor Schmerz zurückschreckte, und zwei starke Männer ergriffen ihn an beiden Armen und zögen ihn in Richtung jener Kohlengrube. Was meinst du, Haushälter? Würde jener Mann seinen Körper drehen und winden?“
„Ja, ehrwürdiger Herr. Warum ist das so? Weil jener Mann weiß, daß er, wenn er in jene Kohlengrube fällt, sich deswegen den Tod oder tödliches Leid zuziehen wird.“
„Ebenso …
Haushälter, angenommen, ein Mann träumte von lieblichen Parks, lieblichen Hainen, lieblichen Wiesen und lieblichen Seen, und beim Aufwachen sähe er nichts davon. Ebenso …
Haushälter, angenommen, ein Mann borgte sich Güter als Leihgabe - eine traumhafte Kutsche und mit Juwelen gut bestückte Ohrringe - und umgeben von diesen geborgten Gütern ginge er zum Marktplatz. Dann würden die Leute sagen, wenn sie ihn sehen: „Meine Herren, das ist ein reicher Mann! So genießen die Reichen ihren Reichtum!“ Dann würden die Eigentümer ihre Dinge zurücknehmen, wann immer sie ihn sähen. Was meinst du, Haushälter? Würde das ausreichen, daß der Mann niedergeschlagen sein würde?“
„Ja, ehrwürdiger Herr. Warum ist das so? Weil die Eigentümer ihre Dinge zurücknahmen.“
„Ebenso …
Haushälter, angenommen, es gäbe einen dichten Hain, nicht weit von einem Dorf oder einer Stadt, in dem es einen Baum voller Früchte gäbe, aber keine seiner Früchte wäre zu Boden gefallen. Dann käme ein Mann, der Früchte benötigte, Früchte suchte, sich auf die Suche nach Früchten machte, und er beträte den Hain und sähe den Baum voller Früchte. Daraufhin dachte er: „Dieser Baum ist voller Früchte, aber keine seiner Früchte ist zu Boden gefallen. Ich weiß, wie man auf einen Baum klettert, also will ich auf diesen Baum klettern, so viel von den Früchten essen, wie ich will, und meinen Beutel füllen.“ Und er tat es. Dann käme ein zweiter Mann, der Früchte benötigte, Früchte suchte, sich auf die Suche nach Früchten machte, und er nähme eine scharfe Axt, und auch er beträte den Hain und sähe jenen Baum voller Früchte. Daraufhin dachte er: „Dieser Baum ist voller Früchte, aber keine seiner Früchte ist zu Boden gefallen. Ich weiß nicht, wie man auf einen Baum klettert, also will ich diesen Baum an der Wurzel fällen, so viel von den Früchten essen, wie ich will, und meinen Beutel füllen.“ Und er tat es. Was meinst du, Haushälter? Wenn jener erste Mann, der auf den Baum geklettert war, nicht sofort herunterkäme, würde er sich dann nicht, wenn der Baum fiele, die Hand, das Bein oder einen anderen Teil seines Körpers brechen, so daß er sich deswegen den Tod oder tödliches Leid zuziehen würde?“
„Ja, ehrwürdiger Herr.“
„Ebenso, Haushälter, erwägt ein edler Schüler: 'Sinnesvergnügen sind vom Erhabenen mit einem Obstbaum verglichen worden; sie bringen viel Leid und Verzweiflung ein, wobei die Gefahr, die in ihnen steckt, groß ist.' Nachdem er dies mit angemessener Weisheit der Wirklichkeit entsprechend gesehen hat, vermeidet er den Gleichmut, der auf Unterschiedlichkeit beruht, von Unterschiedlichkeit gestützt wird, und entfaltet den Gleichmut, der auf Einheit beruht, von Einheit gestützt wird, bei dem das Anhaften an die materiellen Dinge der Welt ganz und gar, ohne Rückstände, aufhört.“

M 75: „Angenommen, M¤gandiya, es gäbe einen Leprakranken mit Wunden und Blasen an den Gliedern, der, von Würmern zerfressen, mit den Fingernägeln den Schorf von seinen wunden Stellen kratzte und seinen Körper zur Erleichterung über einer Grube mit brennender Holzkohle einbrannte. Dann würden seine Freunde und Gefährten, seine Angehörigen und Verwandten einen Arzt herbeischaffen, um ihn zu behandeln. Der Arzt würde eine Medizin für ihn zubereiten, und mit Hilfe dieser Medizin würde der Mann von der Lepra geheilt, und er würde gesund und glücklich sein, unabhängig, sein eigener Herr, in der Lage zu gehen, wohin es ihm beliebt. Dann könnte er einen anderen Leprakranken sehen, mit Wunden und Blasen an den Gliedern, der, von Würmern zerfressen, mit den Fingernägeln den Schorf von seinen wunden Stellen kratzte und seinen Körper zur Erleichterung über einer Grube mit brennender Holzkohle einbrannte. Was meinst du, M¤gandiya? Würde jener Mann jenen Leprakranken um seine Grube mit brennender Holzkohle oder um den Gebrauch von Medizin beneiden?“
„Nein, Meister Gotama. Warum ist das so? Weil im Krankheitsfalle Medizin zubereitet werden muß, und wenn es keine Krankheit gibt, es nicht nötig ist, Medizin zuzubereiten.“
„Ebenso, M¤gandiya, vergnügte ich mich früher, als ich ein Leben zu Hause führte, versorgt und ausgestattet mit den fünf Strängen sinnlichen Vergnügens: mit Formen, die mit dem Auge erfahrbar sind, die erwünscht, begehrt, angenehm und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen; mit Klängen, die mit dem Ohr erfahrbar sind, die erwünscht, begehrt, angenehm und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen; mit Gerüchen, die mit der Nase erfahrbar sind, die erwünscht, begehrt, angenehm und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen; mit Geschmäckern, die mit der Zunge erfahrbar sind, die erwünscht, begehrt, angenehm und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen; mit Berührungsobjekten, die mit dem Körper erfahrbar sind, die erwünscht, begehrt, angenehm und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen. Ich hatte drei Paläste, einen für die Regenzeit, einen für den Winter und einen für den Sommer. Ich hielt mich die vier Monate der Regenzeit über im Regenzeit-Palast auf, vergnügte mich mit Musikern, die alle Frauen waren, und ich ging nicht zum unteren Palast hinunter.
Bei einer späteren Gelegenheit, nachdem ich den Ursprung, das Verschwinden, die Befriedigung, die Gefahr und das Entkommen im Falle der Sinnesvergnügen der Wirklichkeit entsprechend kannte, überwand ich das Begehren nach Sinnesvergnügen, entfernte ich das Fieber nach Sinnesvergnügen, und ich verweile ohne Durst, mit einem Geist, der inneren Frieden hat. Ich sehe andere Wesen, die nicht frei von Sinnesbegierde sind, die vom Begehren nach Sinnesvergnügen verzehrt werden, die vor Fieber nach Sinnesvergnügen brennen, die in Sinnesvergnügen schwelgen, und ich beneide sie nicht, auch ergötze ich mich nicht daran. Warum ist das so? M¤gandiya, weil es eine Freude gibt, abseits von Sinnesvergnügen, abseits von unheilsamen Geisteszuständen, welche himmlische Glückseligkeit übertrifft. Da ich mich an jenem erfreue, beneide ich nicht, was geringer ist, auch ergötze ich mich nicht daran."
Angenommen, M¤gandiya, es gäbe einen Leprakranken mit Wunden und Blasen an den Gliedern, der, von Würmern zerfressen, mit den Fingernägeln den Schorf von seinen wunden Stellen kratzte und seinen Körper zur Erleichterung über einer Grube mit brennender Holzkohle einbrannte. Dann würden seine Freunde und Gefährten, seine Angehörigen und Verwandten einen Arzt herbeischaffen, um ihn zu behandeln. Der Arzt würde Medizin für ihn zubereiten, und mit Hilfe dieser Medizin würde der Mann von der Lepra geheilt, und er würde gesund und glücklich sein, unabhängig, sein eigener Herr, in der Lage zu gehen, wohin es ihm beliebt. Dann würden ihn zwei starke Männer an den Armen packen und in Richtung einer Grube mit brennender Holzkohle schleppen. Was meinst du, Màgandiya? Würde dieser Mann seinen Körper drehen und winden?“
„Ja, Meister Gotama. Warum ist das so? Weil die Berührung jenes Feuers in der Tat schmerzhaft ist, heiß und sengend.“
„Was meinst du, M¤gandiya? Ist die Berührung jenes Feuers nur jetzt schmerzhaft, heiß und sengend oder war die Berührung jenes Feuers auch früher schon schmerzhaft, heiß und sengend?“
„Meister Gotama, die Berührung jenes Feuers ist jetzt schmerzhaft, heiß und sengend und sie war auch früher schon schmerzhaft, heiß und sengend. Denn als jener Mann ein Leprakranker war, mit Wunden und Blasen an den Gliedern, der, von Würmern zerfressen, mit den Fingernägeln den Schorf von seinen wunden Stellen kratzte, waren seine Sinne beeinträchtigt; daher, obwohl die Berührung des Feuers in Wirklichkeit schmerzhaft war, nahm er sie fälschlicherweise als angenehm wahr.“
„Ebenso, M¤gandiya, war die Berührung von Sinnesvergnügen in der Vergangenheit schmerzhaft, heiß und sengend; in der Zukunft wird die Berührung von Sinnesvergnügen schmerzhaft, heiß und sengend sein; und jetzt in der Gegenwart ist die Berührung von Sinnesvergnügen schmerzhaft, heiß und sengend. Aber diese Wesen, die nicht frei von Begehren nach Sinnesvergnügen sind, die vom Begehren nach Sinnesvergnügen verzehrt werden, die vor Fieber nach Sinnesvergnügen brennen, haben Sinne, die beeinträchtigt sind; daher, obwohl die Berührung der Sinnesvergnügen in Wirklichkeit schmerzhaft ist, nehmen sie sie fälschlicherweise als angenehm wahr.
Angenommen, M¤gandiya, es gäbe einen Leprakranken mit Wunden und Blasen an den Gliedern, der, von Würmern zerfressen, mit den Fingernägeln den Schorf von seinen wunden Stellen kratzte und seinen Körper zur Erleichterung über einer Grube mit brennender Holzkohle einbrannte; je mehr er den Schorf abkratzt und seinen Körper einbrennt, desto fauliger, übelriechender und stärker infiziert würden seine wunden Stellen werden, und doch würde er ein gewisses Maß an Befriedigung und Vergnügen daran finden, seine wunden Stellen zu kratzen. Ebenso, M¤gandiya, schwelgen Wesen, die nicht frei von Sinnesbegierde sind, die vom Begehren nach Sinnesvergnügen verzehrt werden, die vor Fieber nach Sinnesvergnügen brennen, dennoch in Sinnesvergnügen; je mehr solche Wesen in Sinnesvergnügen schwelgen, desto mehr wächst ihr Begehren nach Sinnesvergnügen an, und desto mehr werden sie von ihrem Fieber nach Sinnesvergnügen verbrannt, und doch finden sie ein gewisses Maß an Befriedigung und Vergnügen bedingt durch die fünf Stränge sinnlichen Vergnügens.
Was meinst du, M¤gandiya? Hast du jemals einen König oder königlichen Minister gesehen oder von ihm gehört, der sich vergnügte, versorgt und ausgestattet mit den fünf Strängen sinnlichen Vergnügens, der, ohne das Begehren nach Sinnesvergnügen zu überwinden, ohne das Fieber nach Sinnesvergnügen zu entfernen, in der Lage war, frei von Durst, mit einem Geist, der inneren Frieden hat, zu verweilen, oder der in der Lage ist oder sein wird, so zu verweilen?“
„Nein, Meister Gotama.“
„Gut, M¤gandiya. Auch ich habe niemals einen König oder königlichen Minister gesehen oder von ihm gehört, der sich vergnügte, versorgt und ausgestattet mit den fünf Strängen sinnlichen Vergnügens, der, ohne das Begehren nach Sinnesvergnügen zu überwinden, ohne das Fieber nach Sinnesvergnügen zu entfernen, in der Lage war, frei von Durst, mit einem Geist, der inneren Frieden hat, zu verweilen, oder der in der Lage ist oder sein wird, so zu verweilen. Im Gegenteil, M¤gandiya, jene Mönche oder Brahmanen, die frei von Durst, mit einem Geist, der inneren Frieden hat, verweilten oder verweilen oder verweilen werden, tun dies alle, nachdem sie den Ursprung, das Verschwinden, die Befriedigung, die Gefahr und das Entkommen im Falle der Sinnesvergnügen der Wirklichkeit entsprechend kennen, und es geschieht nachdem sie das Begehren nach Sinnesvergnügen überwunden haben und das Fieber nach Sinnesvergnügen entfernt haben, daß sie ohne Durst, mit einem Geist, der inneren Frieden hat, verweilten, verweilen oder verweilen werden.“
An dieser Stelle äußerte der Erhabene dieses:

„Das größte Gut ist die Gesundheit,
Nibb¤na ist das größte Glück,
Der beste Pfad ist der Achtfache,
Der sicher zum Todlosen führt."

M 25: „Ihr Bhikkhus, ein Fallensteller legt nicht mit folgender Absicht Köder für ein Hirschrudel aus: „Möge sich das Hirschrudel an diesem Köder erfreuen, den ich ausgelegt habe, und auf diese Weise langlebig und anmutig sein und lange Zeit überdauern“. Ein Fallensteller legt mit folgender Absicht Köder für ein Hirschrudel aus: „Die Hirsche des Rudels werden unvorsichtig beim Äsen sein, indem sie genau zu dem Köder gehen, den ich ausgelegt habe; indem sie das tun, werden sie berauscht werden; wenn sie berauscht sind, werden sie in Nachlässigkeit abgleiten; wenn sie nachlässig sind, kann ich mit ihnen verfahren, wie es mir beliebt, aufgrund jenes Köders“.
Die Hirsche des ersten Rudels waren unvorsichtig beim Äsen, indem sie genau zu dem Köder gingen, den der Fallensteller ausgelegt hatte; indem sie das taten, wurden sie berauscht; als sie berauscht waren, glitten sie in Nachlässigkeit ab; als sie nachlässig waren, verfuhr der Fallensteller mit ihnen, wie es ihm beliebte, aufgrund jenes Köders. Auf jene Weise scheiterten die Hirsche des ersten Rudels, von der Macht und Kontrolle des Fallenstellers freizukommen.
Die Hirsche des zweiten Rudels überlegten nun folgendermaßen: „Die Hirsche jenes ersten Rudels scheiterten, von der Macht und Kontrolle des Fallenstellers freizukommen, indem sie so ohne Vorsicht handelten. Angenommen, wir halten uns gänzlich von jenem Köderfutter fern; um uns von diesem zu fürchtenden Vergnügen fernzuhalten, wollen wir in die Waldeinsamkeit hinausziehen und dort leben“. Und so gingen sie vor. Aber im letzten Monat der heißen Jahreszeit, als das Gras und Wasser aufgebraucht waren, magerten ihre Körper bis zur äußersten Auszehrung ab; damit verloren sie ihre Stärke und Energie; nachdem sie ihre Stärke und Energie verloren hatten, kehrten sie zu eben jenem Köder zurück, den der Fallensteller ausgelegt hatte. Sie waren unvorsichtig beim Äsen, indem sie genau zu ihm hingingen; indem sie so vorgingen, wurden sie berauscht; als sie berauscht waren, glitten sie in Nachlässigkeit ab; als sie nachlässig waren, verfuhr der Fallensteller mit ihnen, wie es ihm beliebte, aufgrund jenes Köders. Und auf jene Weise scheiterten auch die Hirsche des zweiten Rudels, von der Macht und Kontrolle des Fallenstellers freizukommen.
Die Hirsche des dritten Rudels überlegten nun folgendermaßen: „Die Hirsche jenes ersten Rudels scheiterten, von der Macht und Kontrolle des Fallenstellers freizukommen, indem sie so ohne Vorsicht handelten. Die Hirsche jenes zweiten Rudels scheiterten ebenfalls, von der Macht und Kontrolle des Fallenstellers freizukommen, indem sie überlegten, wie die Hirsche des ersten Rudels gescheitert waren, und indem sie so planten und handelten, mit der Vorsichtsmaßnahme, in die Waldeinsamkeit hinauszuziehen und dort zu leben. Angenommen, wir beziehen unser Versteck im Einzugsbereich des Köders des Fallenstellers. Wenn wir dies getan haben, werden wir nicht unvorsichtig beim Äsen sein, und nicht genau zu dem Köder gehen, den der Fallensteller ausgelegt hat; indem wir so vorgehen, werden wir nicht berauscht werden; wenn wir nicht berauscht sind, werden wir nicht in Nachlässigkeit abgleiten; wenn wir nicht nachlässig sind, wird der Fallensteller nicht mit uns verfahren, wie es ihm beliebt, aufgrund jenes Köders“. Und so gingen sie vor.
Aber dann erwogen der Fallensteller und sein Gefolge: „Diese Hirsche dieser dritten Herde sind so schlau und gerissen wie Hexenmeister und Zauberer. Sie fressen den Köder, ohne daß wir wissen, wie sie kommen und gehen. Angenommen, wir lassen den ausgelegten Köder vollständig weiträumig mit Weidengattern einzäunen; dann könnten wir möglicherweise das Versteck des dritten Hirschrudels sehen, wohin sie sich zurückziehen“. Und so gingen sie vor, und sie sahen das Versteck des dritten Hirschrudels, wohin sie sich zurückzogen. Und auf jene Weise scheiterten auch die Hirsche des dritten Rudels, von der Macht und Kontrolle des Fallenstellers freizukommen.
Die Hirsche des vierten Rudels überlegten nun folgendermaßen: „Die Hirsche jenes ersten Rudels scheiterten, von der Macht und Kontrolle des Fallenstellers freizukommen, indem sie so ohne Vorsicht handelten. Die Hirsche jenes zweiten Rudels scheiterten ebenfalls, von der Macht und Kontrolle des Fallenstellers freizukommen, indem sie überlegten, wie die Hirsche des ersten Rudels gescheitert waren, und indem sie so planten und handelten, mit der Vorsichtsmaßnahme, in die Waldeinsamkeit hinauszuziehen und dort zu leben. Und die Hirsche jenes dritten Rudels scheiterten ebenfalls, von der Macht und Kontrolle des Fallenstellers freizukommen, indem sie überlegten, wie die Hirsche des ersten Rudels und auch die Hirsche des zweiten Rudels gescheitert waren, und indem sie so planten und handelten, mit der Vorsichtsmaßnahme, ihr Versteck im Einzugsbereich des Köders des Fallenstellers zu beziehen. Angenommen, wir beziehen unser Versteck dort, wo der Fallensteller und sein Gefolge nicht hingehen können. Wenn wir dies getan haben, werden wir nicht unvorsichtig beim Äsen sein, und nicht genau zu dem Köder gehen, den der Fallensteller ausgelegt hat; indem wir so vorgehen, werden wir nicht berauscht werden; wenn wir nicht berauscht sind, werden wir nicht in Nachlässigkeit abgleiten; wenn wir nicht nachlässig sind, wird der Fallensteller nicht mit uns verfahren, wie es ihm beliebt, aufgrund jenes Köders“. Und so gingen sie vor."
Aber dann erwogen der Fallensteller und sein Gefolge: „Diese Hirsche dieser vierten Herde sind so schlau und gerissen wie Hexenmeister und Zauberer. Sie fressen den Köder, ohne daß wir wissen, wie sie kommen und gehen. Angenommen, wir lassen den ausgelegten Köder vollständig weiträumig mit Weidengattern einzäunen; dann könnten wir möglicherweise das Versteck des vierten Hirschrudels sehen, wohin sie sich zurückziehen“. Und so gingen sie vor, aber sie sahen nicht das Versteck des vierten Hirschrudels, wohin sie sich zurückzogen. Dann erwogen der Fallensteller und sein Gefolge: „Wenn wir das vierte Hirschrudel verschrecken, werden sie verschreckt die anderen alarmieren, und somit werden die Hirschrudel alle diesen Köder, den wir ausgelegt haben, verlassen. Angenommen, wir behandeln das vierte Hirschrudel mit Nichtbeachtung. Und so gingen sie vor. Und auf jene Weise kamen die Hirsche des vierten Rudels von der Macht und Kontrolle des Fallenstellers frei.
Ihr Bhikkhus, ich habe dieses Gleichnis gegeben, um eine Bedeutung zu vermitteln. Dies ist die Bedeutung: „Köder“ ist ein Ausdruck für die fünf Stränge sinnlichen Vergnügens. „Fallensteller“ ist ein Ausdruck für M¤ra, den Bösen. „Das Gefolge des Fallenstellers“ ist ein Ausdruck für M¤ras Gefolge. „Hirschrudel“ ist ein Ausdruck für Mönche und Brahmanen."

M 36: „Da fielen mir spontan drei Gleichnisse ein, von denen man vorher nie gehört hatte. Angenommen, da wäre ein nasses, grünes Stück Holz, das im Wasser liegt, und ein Mann käme mit einem Reibestock daher und dächte: „Ich werde ein Feuer entfachen, ich werde Hitze erzeugen“. Was meinst du, Aggivessana? Könnte der Mann ein Feuer entfachen und Hitze erzeugen, indem er den Reibestock an dem nassen, grünen Stück Holz, das im Wasser liegt, reibt?“
„Nein, Meister Gotama. Warum nicht? Weil es ein nasses, grünes Stück Holz ist, das im Wasser liegt. Der Mann würde schließlich nur Erschöpfung und Enttäuschung ernten.“
„Ebenso, Aggivessana, was jene Mönche und Brahmanen anbelangt, die noch nicht körperlich und geistig von Sinnesvergnügen zurückgezogen leben, deren Sinnesgier, Zuneigung, Vernarrtheit, Durst und Fieber in Bezug auf Sinnesvergnügen innerlich nicht völlig überwunden und beruhigt worden ist - selbst wenn jene guten Mönche und Brahmanen aufgrund ihrer Bemühungen schmerzhafte, quälende, bohrende Gefühle empfinden, so sind sie zum Wissen, zur Schauung und zur höchsten Erleuchtung nicht fähig; und selbst wenn jene guten Mönche und Brahmanen aufgrund ihrer Bemühungen nicht schmerzhafte, quälende, bohrende Gefühle empfinden, so sind sie zum Wissen, zur Schauung und zur höchsten Erleuchtung nicht fähig. Dies war das erste Gleichnis, das mir spontan einfiel, von dem man vorher nie gehört hatte.
Aggivessana, wieder fiel mir spontan ein zweites Gleichnis ein, von dem man vorher nie gehört hatte. Angenommen, da wäre ein nasses, grünes Stück Holz, das auf dem Trockenen, weit weg vom Wasser liegt, und ein Mann käme mit einem Reibestock daher und dächte: „Ich werde ein Feuer entfachen, ich werde Hitze erzeugen“. Was meinst du, Aggivessana? Könnte der Mann ein Feuer entfachen und Hitze erzeugen, indem er den Reibestock an dem nassen, grünen Stück Holz, das auf dem Trockenen, weit weg vom Wasser liegt, reibt?“
„Nein, Meister Gotama. Warum nicht? Weil es ein nasses, grünes Stück Holz ist, auch wenn es auf dem Trockenen, weit weg vom Wasser liegt. Der Mann würde schließlich nur Erschöpfung und Enttäuschung ernten.“
„Ebenso, Aggivessana, was jene Mönche und Brahmanen anbelangt, die körperlich und geistig von Sinnesvergnügen zurückgezogen leben, aber deren Sinnesgier, Zuneigung, Vernarrtheit, Durst und Fieber in Bezug auf Sinnesvergnügen innerlich nicht völlig überwunden und beruhigt worden ist - selbst wenn jene guten Mönche und Brahmanen aufgrund ihrer Bemühungen schmerzhafte, quälende, bohrende Gefühle empfinden, so sind sie zum Wissen, zur Schauung und zur höchsten Erleuchtung nicht fähig; und selbst wenn jene guten Mönche und Brahmanen aufgrund ihrer Bemühungen nicht schmerzhafte, quälende, bohrende Gefühle empfinden, so sind sie zum Wissen, zur Schauung und zur höchsten Erleuchtung nicht fähig. Dies war das zweite Gleichnis, das mir spontan einfiel, von dem man vorher nie gehört hatte.
Aggivessana, wieder fiel mir spontan ein drittes Gleichnis ein, von dem man vorher nie gehört hatte. Angenommen, da wäre ein trockenes, abgelagertes Stück Holz, das auf dem Trockenen, weit weg vom Wasser liegt, und ein Mann käme mit einem Reibestock daher und dächte: „Ich werde ein Feuer entfachen, ich werde Hitze erzeugen“. Was meinst du, Aggivessana? Könnte der Mann ein Feuer entfachen und Hitze erzeugen, indem er den Reibestock an dem trockenen, abgelagerten Stück Holz, das auf dem Trockenen, weit weg vom Wasser liegt, reibt?“
„Ja, Meister Gotama. Warum? Weil es ein trockenes, abgelagertes Stück Holz ist, und weil es auf dem Trockenen, weit weg vom Wasser liegt.“
„Ebenso, Aggivessana, was jene Mönche und Brahmanen anbelangt, die körperlich und geistig von Sinnesvergnügen zurückgezogen leben, und deren Sinnesgier, Zuneigung, Vernarrtheit, Durst und Fieber in Bezug auf Sinnesvergnügen innerlich völlig überwunden und beruhigt worden ist - selbst wenn jene guten Mönche und Brahmanen aufgrund ihrer Bemühungen schmerzhafte, quälende, bohrende Gefühle empfinden, so sind sie zum Wissen, zur Schauung und zur höchsten Erleuchtung fähig; und selbst wenn jene guten Mönche und Brahmanen aufgrund ihrer Bemühungen nicht schmerzhafte, quälende, bohrende Gefühle empfinden, so sind sie zum Wissen, zur Schauung und zur höchsten Erleuchtung fähig. Dies war das dritte Gleichnis, das mir spontan einfiel, von dem man vorher nie gehört hatte. Dies sind die drei Gleichnisse, die mir spontan einfielen, von denen man vorher nie gehört hatte.“

A III, 129: „Ich ging da, ihr Mönche, in der Frühe, mit Almosenschale und Gewand versehen, nach Benares um Almosenspeise. Als ich nun beim Feigenbaume auf dem Rindermarkt um Almosenspeise ging, sah ich einen Mönch, der lüstern war nach Nichtigem und Äußerlichem, ohne Achtsamkeit und Wissensklarheit, ungesammelt, mit ungezügelten Sinnen. Beim Anblick jenes Mönchs sprach ich zu ihm: „Mönch, o Mönch, lasse dein Herz nicht verderben! Daß nämlich einem verdorbenen, mit Aasgeruch behafteten Herzen nicht die Fliegen nachfolgen, nachjagen sollten, das ist nicht möglich!“ Und von meiner Ermahnung angespornt, überkam diesen Mönch Ergriffenheit.“
Auf diese Worte nun wandte sich ein gewisser Mönch an den Erhabenen: „Was nun aber, Herr, gilt als Verdorbenheit, was als Aasgeruch, was als die Fliegen?“
„Begehrlichkeit, Mönch, gilt als Verdorbenheit, Haß als Aasgeruch, und die schlechten, unheilsamen Gedanken gelten als die Fliegen. Wahrlich, Mönch, daß einem verdorbenen, mit Aasgeruch behafteten Herzen nicht die Fliegen nachfolgen, nachjagen sollten, das ist nicht möglich.
Wer unbewacht bei Aug' und Ohr,
die Sinne nicht gezügelt hat,
dem folgen, Fliegenschwärmen gleich,
begehrliche Gedanken nach.
Wer besudelt ist, verdorben,
und mit Aasgeruch behaftet,
ist vom Nibb¤na weit entfernt,
Qualen einzig sind sein Los.
Sei's im Dorfe oder Walde,
nicht zu innerst Frieden findend,
irrt der Tor dahin im Wahne,
wird von Fliegen stets verfolgt.
Die, in Sittlichkeit vollkommen,
einsichtsvoll den Frieden kosten,
die Gestillten leben glücklich,
denn die Fliegen sind vertilgt.“

S 47, 7: „Es gibt, ihr Mönche, im Him¤laya, dem König der Berge, schwer zugängliche, schroffe Gegenden, die weder für Affen noch für Menschen zugänglich sind.
Und es gibt, ihr Mönche, im Him¤laya, dem König der Berge, ebenes Gelände, entzückendes, das sowohl für Affen als auch für Menschen zugänglich ist. Dort nun legen die Jäger auf den Spuren der Affen Leimköder aus, um Affen zu fangen. Diejenigen Affen nun, ihr Mönche, die nicht töricht und lüstern sind, die meiden die Leimköder, sobald sie sie gesehen haben, schon von weitem.
Da ist aber ein törichter und lüsterner Affe: er nähert sich dem Leimköder, faßt ihn mit einem Vorderfuß, bleibt aber hängen. Um diesen Vorderfuß wieder freizumachen, greift er mit dem anderen Vorderfuß zu und hängt auch damit. Um beide Vorderfüße frei zu machen, greift er mit einem Hinterfuß zu und hängt auch damit. Um die Vorderfüße und den Hinterfuß frei zu machen, greift er mit dem anderen Hinterfuß zu und bleibt damit hängen. Um beide Vorder- und Hinterfüße freizumachen, greift er mit der Schnauze zu und bleibt auch damit hängen. Also, ihr Mönche, fünffach gefangen, liegt der Affe da und heult, in Verderben geraten, in Unheil geraten, dem Gefallen des Jägers ausgeliefert. Ihn nun, ihr Mönche, spießt der Jäger auf, brät ihn am Feuer und geht dann, wohin er will.
Ebenso wahrlich, ihr Mönche, geht es jedem, der auf Abwegen wandelt, auf fremdem Gebiet. Darum, ihr Mönche, wandelt nicht auf Abwegen, auf fremdem Gebiet. Bei dem auf Abwegen, auf fremdem Gebiet Wandelnden wird M¤ro Eingang finden, wird M¤ro einen Stützpunkt finden. Und was ist für den Mönch Abweg, fremdes Gebiet? Was da die fünf Wunschgenüsse sind.
Wandelt, ihr Mönche, auf rechtem Wege, auf eurem eigenen väterlichen Gebiet. Bei dem auf rechtem Wege, auf eigenem väterlichen Gebiet Wandelnden wird M¤ro keinen Eingang finden, wird M¤ro keinen Stützpunkt finden. Und was ist, ihr Mönche, für den Mönch rechter Weg, eigenes väterliches Gebiet? Was da die 4 Pfeiler der Achtsamkeit sind.“

Sn 1-6: „Wer seinen Zorn, sobald er sich erhoben, bannt,
Wie durch Arznei ein weiterfressend Schlangengift,
Ein solcher Mönch gibt beide Seiten auf,
Wie eine Schlange alte, abgenutzte Haut.
Wer restlos abgeschnitten hat die Lust,
Wie Blütenstengel man im Lotusteiche bricht,
Ein solcher Mönch gibt beide Seiten auf,
Wie eine Schlange alte, abgenutzte Haut.
Wer restlos das Begehren abschnitt,
Austrocknend diesen reißend-schnellen Strom,
Ein solcher Mönch gibt beide Seiten auf,
Wie eine Schlange alte, abgenutzte Haut.
Wer restlos seinen Dünkel hat zerstört,
Wie Wogenflut den schwachen Bambus-steg,
Ein solcher Mönch gibt beide Seiten auf,
Wie eine Schlange alte, abgenutzte Haut.
Wer in den Daseinsformen Wesenskern nicht findet,
Wie einer, der auf Feigenbäumen Blüten sucht,
Ein solcher Mönch gibt beide Seiten auf,
Wie eine Schlange alte, abgenutzte Haut.
In wessen Innerem Unmut keinen Raum hat,
Wer über Lebens Wechselfälle sich erhebt,
Ein solcher Mönch gibt beide Seiten auf,
Wie eine Schlange alte, abgenutzte Haut.“

Welche Pfaderkenntnis rodet welche negativen Eigenschaften aus ? © GF 2.11.05

1. Pfaderkenntnis
sotapatti 2.Pfaderkenntnis sakad¤gmi
(Erwähnt in Sutten) 3. Pfaderkenntnis an¤g¤mi 4. Pfaderkenntnis
arahatta
Fesseln samyojana 1-3
1)Persönlichkeitsglaube
2)Zweifelsucht
3)Haften an Riten,Regeln

+Abwärtsführende Formen der Gier und Übelwollen Fesseln 4 + 5 teilweise
grobe Formen von 4) Gier
5) Übelwollen,Groll
A IX,67.68; A X, 13
D 33 Fesseln 4 + 5 ganz

feine Formen von
4) Gier
5) Übelwollen Fesseln 5 – 10 ganz
„emporzieh.“ an Feinkörperl
6)Begehr.n.Feinkörperlichk.
7)Begehr.n.Unkörperlichem
8)Dünkel m¤na
9)Aufgeregtheit uddhacca
10)Unwissenheit avijj¤
Hemmungen nivarana (5)
Zweifel wie vor grobe Form
A V, 193; A I, 2;
A VI,21 Hemmungen
Sinnengier, Übelwollen, Gewissensbisse Hemmungen
Starrheit, Mattheit, Aufgeregtheit
Kilesa (10)
16 upakkilesa M 7

falsche Ansicht, Zweifel
A III, 100
A VI, 86-89
A IV, 198 nivarana Kilesa
Hass Kilesa
Gier, Verblendung, Dünkel, Starrheit, Aufgeregtheit, Schamlosigkeit, Gewissensbisse
Triebe-asava ( 4)
Wogen-ogha ( 4)
Joche-yoga ( 4)
falsche Ansicht D 33, M 2, M 9
Triebe-asava
Wogen-ogha
Joche-yoga
Sinnliches Begehren Triebe-asava
Wogen-ogha
Joche-yoga
n.Dasein, Unwissenh.
Neigungen anusaya 7
falsche Ansicht,
Zweifelsneigung M 18, D 33,
A VII,11+12 u.a. Neigungen anusaya Sinnenliche Neigung, Grollneigung Neigungen anusaya
Dünkel, Daseinsneigung, Unwissenheitsneigung
A III, 68 Flecken – mala (3)

akusala mula

Hass-dosa Flecken – mala
Gier-lobha,
Verblendung-moha
Bande-gantha (4)
Körperknoten: 3)Regeln u. Riten, 4)Erlebtes für wahr nehm. Weltgläubigkeit (dogm.Wahrheitsbehauptg.) D 33 Bande-gantha
Körperknoten
2)Übelwollens vy¤p¤da Bande-gantha
Körperknoten
1)abhijjh¤-sinnliches Begehren, Habsucht, Gelüstigkeit
Anhaften-up¤d¤na (4)
Anhaften an Ansichten,
Regeln und Riten,
Persönlichkeitsglauben M 117, Dhs. 1214, 1215,216

starker Grad des Begehrens (taºh¤) up¤d¤na – Anhaften up¤d¤na – Anhaften

Sinnliches Anhaften
Verkehrtheit.-micchata (8
verkehrte Erkenntnis,
Lüge, verkehrte Tat, verk.Lebensunterhalt M 19 Verkehrtheiten-micchata
verkehrte Gesinnung, Hintertragen,
rohe Rede Verkehrtheiten-micchata
Plappern, verkehrte Anstrengung,verk.Achtsamkeit,
v. Sammlg., verk.Befreiung
Verdrehth. vipall¤sa (4) Wahrn, Bewusstsein,
Ansicht v. anicca als nicca, anatt¤ als att¤; Ansicht von Elend als Glück, Widerlichem als lieblich A IV, 49
Verdrehth. vipall¤sa Wahrnehmung und Bewusstsein von Widerlichem als lieblich Verdrehth. vipall¤sa
Wahrnehmung und Bewusstsein von Elendem als Glück
Unheilsame Wirkens-fährten (10)
Töten, Stehlen, Ehebrechen, Lüge, böse Absicht M 114, D 26 Unheilsame Wirkens-fährten
Hintertragen, rohe Rede, Übelwollen Unheilsame Wirkensfährten
sinnloses Plappern
Geiz – macchariya (5)
Wohnung, Familie, Besitz, Ansehen, geistigen Dinge A IX,49
Abwege-agati Handlungen und Unterlassungen d. Gier Hass,Verblendung, Feigheit D 33, A IV, 17

Zusammenstellung aller Kilesas & Co © GF 19.11.2005
Die in neun verschiedenen Gruppierungen vorkommenden Kilesas können auf insgesamt
14 Unheilsame Geistesfaktoren – akusala cetasikas zurückgeführt werden.

Auf Deutsch gibt es vielerlei Übersetzungen:
Fesseln, Verstrickungen, Kilesas,
Triebe, Befleckungen, Herzenstrübungen, Neigungen, Hemmungen, Joche, Wogen, Bande, Körperknoten, Anhaftungen 10 samyojana 10 kilesa 16 cittupakkilesa 7 anusaya 5 n¯v¤raºa 4 ¤sava 4 yoga , 4 ogha 4 gantha 4 up¤d¤na in wie vielen Gruppen
1) lobha/taºh¤ – Gier, Begehren
abhijjhavisamalobha – Habsucht, Gelüste
k¤maraga/-chanda - Sinnenverlangen
r¶par¤ga – Feinkörperlichkeits-Begehren
ar¶par¤ga – Unkörperlichkeits-Begehren
bhava-r¤ga - Daseinstrieb

x
x
x
x

x

x

x

x

x

x

xx

xx
x

x

9
2) di••hi - falsche Ansicht
sakk¤yadi••hi/attav¤da Persönlichkeit
s¯labbatapar¤m¤sa-Hängen an Regeln u.Riten
idam sacc¤bhinivesa-Erlebtes für wahr nehmen,
(Weltgläubigkeit)
x
x x

x x xx

x
x x
x
x
8
3) moha/avijj¤ – Verblendung, Unwissen
m¤da - Rausch, Lässigkeit
pam¤da – Lässigkeit, Leichtsinn x x
x
x x x x xx
7

4) dosa/pa•igha Hass, Übelwollen
vy¤p¤da – Übelwollen, Groll
kodha – Zorn, Empörung, Aufbrausen
upan¤ha – Rachsucht, Nachtragen
x x
x
x
x x

x
x

5
5) vicikicch¤ - Zweifel x x x x 4
6) m¤na - Dünkel
makkha – Anerkennungsbedürfnis
atim¤na - Überheblichkeit x x x
x
x x
3
7) udhacca – Aufgeregtheit, Rastlosigkeit x x x 3
8) th¯na – Faulheit, Mattigkeit x x 2
9) middha – Starrheit
thambha – Starrsinn
s¤rambha - Rechthaberei
x
x x
2
10) kukkucca – Gewissensunsruhe, -bisse x 1
11) iss¤ – Neid
pal¤sa - Herrschsucht o x
x
1
12) maccariya – Geiz o x 1
13) ahirika – Schamlosigkeit
m¤y¤ – Heuchelei, Trug x
x
1
14) anottappa – Gewissenslosigkeit
s¤theyya – Heimlichkeit, Tücke, List x
x
1

Der Weg zum Nibbāna …….. und allerlei Hilfreiches dafür © G. Feist 31.12.2001/Viriya 21.10.05 (Der WegundHeilsfähigkeiten)
37 Dem Erwachen zuträgliche Dinge - Bodhipakkhiya-dhamma Edle Achtfache Pfad -
Atthangiko-Magga 7 Erwachensfaktoren -
Sambojjhanga 4 Erhabene Weilungen -Brahmavihāra 10 Vollkommenheiten -
Pāramī
4 Grundlagen der Achtsamkeit - satipatthāna 1)Rechte Ansicht sammā-ditthi 1)Achtsamkeit - sati 1) Güte - mettā 1) Freigebigkeit - dāna
4 Rechtes Bemühen - sammā padhāna 2)Rechte Gesinnung sammā-sankappa 2)Lehrergründung-dhammavicaya 2) Mitgefühl - karunā 2) Sittlichkeit - sīla
4 Erfolgsgrundlagen - iddhi-pāda 3)Rechte Rede sammā-vācā 3)Tatkraft - viriya 3) Mitfreude - muditā 3) Entsagung - nekkhamma
5 Heilsame Fähigkeiten – indriya 4)Rechte Tat sammā-kammanta 4)Geistige Beglückung - pīti 4) Gleichmut - upekkhā 4) Weisheit - paññā
5 Kräfte - bala 5)Rechter Lebenserwerb sammā-ājiva 5)Gestilltheit - passadhi 5) Tatkraft - viriya
7 Erwachensfaktoren - sambojjhanga 6)Rechte Anstrengung sammā-vāyāma 6)Sammlung - samādhi 4 Erfolgsgrundlagen - Iddhi-pāda 6) Geduld - khanti
8-fache Pfad – atthangiko-magga 7)Rechte Achtsamkeit sammā-sati 7)Gleichmut - upekkhā Absicht - chanda 7) Wahrhaftigkeit - sacca
8)Rechte Sammlung sammā-samādhi Tatkraft - viriya 8) Entschiedenh.-adhitthāna
→9) Rechtes Wissen sammā-ñāna Geist - citta 9) Güte - mettā
→10) Rechte Erlösung sammā-vimutti Erwägen -vimamsā 10) Gleichmut - upekkhā

5 Heilsfähigkeiten - indriya Zuordnung der je 40 Heilsamen und Unheilsamen Herzenseigenschaften zu den 5 Heilsfähigkeiten (indriya). Die Hauptgruppe der
40 Unheilsamen Herzenseigenschaften schließt alle Leidenschaften, Triebe, Tendenzen, Fesseln, Herzenstrübungen, Hemmungen mit ihren Ober- und Unterbegriffen mit ein
(lt.Dr.Hecker “Die Furt“). Stagniert die Entwicklung auf dem Heilspfad, kann man an Hand der Tabelle schnell den Grund dafür finden.

40 Heilsame Herzenseigenschaften - die jeweilige Heilsfähigkeit stärkend und vervollkommnend.
1) Vertrauen - saddhā
2) Tatkraft - viriya 3) Achtsamkeit - sati 4) Sammlung - samādhi 5) Weisheit - paññā
Zufriedenheit - santutthi
Mut - dhiti Klarbewusstheit - sampajañña Einspitzigkeit- ekaggatā Klugheit - anelamūgo
Güte - mettā Mitgefühl - karunā Fügsamkeit - nivāta Gönnen, Mitfreude - muditā Geborgenheit innen - khemā
Erbarmen - anukampā Pflichteifer - kicc’ussuka Ernsthaftigkeit - appamāda Verzichten - cāga Geborgenheit außen - khemā
Heiterkeit - pasāda Ausdauer - ussāha Erfahrung - suta Stille - samatha Reife - vesārajja
Entsagung - nekkhamma Askese/Umkehr - tapa Scham - hiri Ruhe - vūpasama Entschiedenheit-adhitthāna
Abgeschiedenheit - viveka Teilnahme - anuddayā Scheu - ottappa Sanftmut - soracca Rechtzeitigkeit - kalaññutā
Bescheidenheit - app’icchatā Tugend - sīla Dankbarkeit - kataññutā Geduld - khanti Schlagfertigkeit - patibhāna

40 Unheilsame Herzenseigenschaften - die jeweilige Heilsfähigkeit schwächend, weswegen sie überwunden werden sollte.*
1) Sinnengier-kāma-cchanda FH* 9) Müssigkeit - middha H 17) Zerstreutheit - vikkhitta 25) Aufregung - uddhacca FH 33) Unvernunft - duppañña
2) Ekel - patikkulāyatā 10) Mattheit - thīna H 18) Vergesslichkeit - muttha-sati 26) Ungeduld - kukkucca H 34) Dummheit-elamūga
3) Habsucht-abhijjhā-visamalobha 11) Geiz - macchariya 19) Rausch - māda 27) Machtgier - makkha 35) Angst innen-bhayam ajjhatta
4) Übelwollen - vyāpāda FH 12) Neid - issā 20) Lässigkeit - pamāda 28) Herrschsucht - palāsa 36) Angst aussen-bhayam bahiddha
5) Verlangen, Fordern - icchā 13) Trägheit - kosajja 21) Dünken - māna F 29) Geschäftigkeit - vibhanta 37) Persönlichkeitsglaube.-sakkāyaditthi F
6) Ärger - kopa 14) Kleinmut - hīna-viriya 22) Überhebung - atimāna 30) Reue - vippatisāra 38) Zweifel nach innen- vicikicchā FH
7) Geltungsdrang - pāp’icchā 15) Heuchelei - māyā 23) Trotz - thambha 31) Rachsucht - upanāha 39) Zweifel nach aussen – vicikicchā bahiddhā
8) Groll - āghāta 16) Heimlichkeit - sātheyya 24) Rechthaberei sārambha 32) Zorn - kodha
40) Überschätzen von Tugendwerk - sīlabbhata-parāmāsa F

  • F = Fessel, H = Hemmung