M45 Cūḷadhammasamādāna sutta - Die kürzere Lehrrede über die Arten, Dinge zu verrichten

Ort: bei Sāvatthī im Jeta Hain dem Park des Anāthapiṇḍika
Wer: der Buddha
An wen: Gemeinschaft der bhikkhus

Der Buddha erklärt den Bhikkhus, dass es vier Arten der Lebensführung gibt (bzw. vier Arten Dinge zu verrichten), die in der Zukunft entsprechende Resultate haben werden.

1) Jetzt angenehm → reift in der Zukunft als Schmerz heran:
Es gibt Mönche und Brahmanen, die die Lehre und Ansicht vertreten, dass nichts Schädliches in den Sinnesvergnügen liegt und sie ergehen sich in sinnlichen Vergnügungen (sexueller Natur). Diese Mönche und Brahmanen gelangen nach dem Auflösen des Körpers, nach dem Tod, an Bestimmungsorte, wo sie Schmerz erfahren werden.

Der Buddha erläutert das mit dem Gleichnis des Sāla-Baums und der Māluva-Kletterpflanze: Genauso wie der Sāla-Baum von den Ranken der Māluva-Kletterpflanze vollständig eingehüllt wird, werden diese Mönche und Brahmanen von ihren sinnlichen Begierden vollständig eingehüllt und verblendet, weil sie diese für ungefährlich halten.

2) Jetzt schmerzhaft → reift in der Zukunft als Schmerz heran:
Es gibt Asketen, die ihren Körper mit speziellen Übungen quälen und abtöten – es werden viele verschiedene asketische Übungen aufgezählt. Diese Asketen gelangen nach dem Auflösen des Körpers, nach dem Tod, an Bestimmungsorte, wo sie Schmerz erfahren werden.

3) Jetzt schmerzhaft → reift in der Zukunft als Glück heran:
Es gibt Menschen, die von Natur aus starke Begierde, starken Haß und starke Verblendung in sich haben und dadurch ständig Schmerz und Trauer erfahren. Aber dennoch bemühen sie sich mit großer Anstrengung, das perfekte und reine heilige Leben zu führen. Diese Menschen gelangen nach dem Auflösen des Körpers, nach dem Tod, an Bestimmungsorte, wo sie Glück und Freude erfahren werden.

4) Jetzt angenehm → reift in der Zukunft als Glück heran:
Es gibt Menschen, die von Natur aus keine starke Begierde, keinen starken Haß, keine starke Verblendung in sich haben. Ihnen fällt es leicht, die vier meditativen Vertiefungen zu verwirklichen und schon zu Lebzeiten die damit verbundenen Freuden zu erfahren. Diese Menschen gelangen nach dem Auflösen des Körpers, nach dem Tod, an Bestimmungsorte, wo sie Glück und Freude erfahren werden.

Übungs-Vorschlag:
In welche der vier oben aufgeführten Kategorien kann ich meine Lebensführung einordnen?